Saalhausen

Kath. Kirche St. Jodokus

Orgel von Franz Wilhelm Sonreck (Köln), 1859.

Nach mehreren Umbauten restauriert und um ein drittes Manual erweitert durch Elmar Krawinkel (Trendelburg-Deisel), 2008/09.

© Gabriel Isenberg
© Gabriel Isenberg

I. GREGOR. KLAVIER (C–f³)

als Transmissionen

aus dem Hauptwerk:

Gedact 8'

Gamba 8'

Octav 4'

Traversfloete 4'

Koppel III-I

II. HAUPTWERK (C–f³)

Bordun 16' B/D

Principal 8'

Gedact 8'

Gamba 8'

Octave 4'

Traversfloete 4'

Quinte 3'

Octave 2'

Cornett 2-4f. 4'

Trompett 8' B/D

Tremulant

Koppel III-II

III. SCHWELLWERK (C–f³)

Bordun 8'

Salicional 8'

Principal 4'

Rohrfloete 4'

Spitzfloete 2'

Mixtur 4f. 1 1/3'

Euphon 8'

PEDAL (C–f¹)

Violon 16'

Subbaß 16'

Violon 8'

Bordun 8'

Posaune 16'

Koppel III-P

Koppel II-P


Mechanische Schleiflade.

Für die alte gotische Jodokus-Kirche in Saalhausen lieferte der Kölner Orgelbauer Franz Wilhelm Sonreck 1859 eine neue Orgel. Eine Besonderheit des Werkes bestand darin, dass von den neun Manualregistern vier Stimmen mittels der Einrich-tung von durchschobenen Kanzellen gesondert auf einem zweiten Manual gespielt werden konnten; andernorts nannte man eine solche Einrichtung auch „Gregorianisches Manual“, da dadurch ein schneller Wechel zwischen lauterer Gemeindebegleitung und leiserer Begleitung des Scholagesangs möglich war. Das Pedal erhielt keine eigenen Register, sondern war nur an das Manual angehängt.
Als die heutige nach den Plänen des Aachener Architekten Buchkremer gebaute Kirche fertig war, stellte der Orgelbauer Ernst Tennstädt (Lippstadt) die Sonreck-Orgel unverändert in der neuen Kirche auf.
Friedrich Wilhelm Stegerhoff (Paderborn) baute die Orgel 1969/70 um, wobei zwei selbständige Pedalregister in einem neuen Unterbau hinzugefügt werden, auch die Spielanlage wurde erneuert. Allerdings nahm man bei den Arbeiten relativ wenig Rücksicht auf die historische Substanz. So beseitigte der Orgelbauer Elmar Krawin-kel aus Trendelburg-Deisel bei einer sorgfältigen Restaurierung 2008/09 die Änderungen von 1970 und erweiterte die Orgel um ein Schwellwerk als III. Manual und ein selbständiges Pedal nach Vorbildern erhaltener Sonreck-Orgeln. Damit ließen sich die klanglichen Möglichkeiten der historischen Orgel bedeutend erweitern, und der ursprünliche Kern des Instruments wurde gewahrt und angemessen restauriert.

Quelle: Dr. Gabriel Isenberg: Orgeln im Kreis Olpe, 1. Auflage, Juni 2018

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D-57368 Lennestadt/Saalhausen, Auf der Stenn 1

Letzte Änderung: 02.09.2020